Jobticket – Finanzministerium und VGN weiter uneins

Gemeinsame Pressemitteilung von Markus Ganserer, MdL, und Stadtratsfraktion Nürnberg von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN vom 2.10.2015

Jobticket – Finanzministerium und VGN weiter uneins

Für Staatsbeamte in der Metropolregion muss eine Lösung her

Werktags fahren rund 600 000 Kraftfahrzeuge über Stadtgrenze Nürnbergs in beiden Richtungen. „Eine Menge Holz“, findet der verkehrspolitische Sprecher der Landtagsgrünen, Markus Ganserer. „Jeder pendelnde Mensch, der dazu motiviert werden kann, sein Auto stehen zu lassen und auf Bus und Bahn umzusteigen, ist ein Gewinn für die ganze Stadt“, schlussfolgert Ganserer.

Ein Anreizinstrument sind die von der VAG Nürnberg angebotenen Firmenabos. „Doch der Geschäftsbereich des Firmenabonnements stagniert“, weiß Ganserers Parteikollege und Fraktionsvorsitzender der Stadtratsgrünen, Achim Mletzko zu berichten.

Wie eine Anfrage des Landtagsabgeordneten Ganserer an die Staatsregierung nun ergeben hat, konnten die Konditionen des VGN zum Abschluss einer solchen Vereinbarung für die Staatsbediensteten bislang nicht erfüllt werden. Sonderbedingungen werden dem Freistaat Bayern von Seiten des VGN nicht eingeräumt. Deshalb kann auf absehbare Zeit nicht mit dem Abschluss einer Job-Ticket-Vereinbarung gerechnet werden.

Für Ganserer ein Unding. Das Finanzministerium hat für alle Beschäftigten des Freistaates Job-Ticket-Vereinbarungen mit der Deutschen Bahn (DB), dem Münchner Verkehrsverbund (MVV) und der Bayerischen Oberlandbahn (BOB und MERIDIAN) Darüber hinaus haben bayernweit einzelne Dienststellen daneben abgeschlossene Job-Ticket-Vereinbarungen. Ganserer kann nicht begreifen, warum Derartiges nicht auch für Nürnberg möglich ist.

Laut Staatsregierung würden allein von den 405 Beschäftigten am Standort Roonstraße (Zentrum Familie und Soziales, Gerichten und Gewerbeaufsichtsamt) zu den bisherigen 67 VGN-Nutzern zusätzlich 55 Neukunden kommen. Damit würden mit einem vernünftigen Jobticket Angebot 16 % der bisherigen Autofahrer in Zukunft auf die Bahn umsteigen.

Diese Beispielrechnung belegt für die beiden Grünen-Politiker, dass da durchaus Potential vorhanden ist. Sie fordern daher Söder und Maly auf hier mit dem VGN noch einmal das Gespräch zu suchen und rasch eine Einigung herbei zu führen.

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