Barrierefreier Umbau Hauptbahnhof Fürth

Pressemitteilung vom 01. Oktober 2015

Barrierefreier Umbau Hauptbahnhof Fürth

Nur Teilerfolg für die Petition des Fürther Behindertenrats

In der heutigen Sitzung des Wirtschaftsausschusses stand die Petition von Roland Sperber, Behindertenrat der Stadt Fürth, auf der Tagesordnung. Die Petition, die von knapp 20.000 Menschen unterzeichnet wurde, fordert den barrierefreien Umbau des Fürther Hauptbahnhofs, weil die Gleise 2-7 für Menschen mit Behinderung nur schwer bis gar nicht erreichbar seien. Immerhin ist der Fürther Hauptbahnhof mit täglich 16.500 Ein- und Aussteigern einer der am stärksten genutzten Bahnhöfe in Bayern, der noch nicht barrierefrei ist.

Markus Ganserer sieht hier dringenden Handlungsbedarf und hat sich deshalb als Berichterstatter für das Anliegen stark gemacht. Mit seinem Werben für „Berücksichtigung“ der Petition wollte er erreichen, dass der Landtag sich dafür ausspricht, dass das Projekt bei der Fortschreibung des  Ausbauprogramms für die Zeit nach 2018 aufgenommen werden muss. „Zwar besteht immerhin die Hoffnung, dass der Umbau in das nächste Ausbauprogramm aufgenommen wird, entschieden ist leider noch nichts. Die CSU sieht zwar ebenfalls Handlungsbedarf, allerdings konnte sie sich nicht dazu durchringen hier eine klare Zusage zu machen“, so Ganserer.

Erfreulicher ist die Einigkeit bei der Bereitstellung einer Behindertentoilette. Hier unterstützt die Staatsregierung die Errichtung mit einer Förderung aus GVFG-Mitteln. Ein entsprechender Antrag der Stadt Fürth würde grundsätzlich gefördert werden. Ganserer sieht hier aber auch die Deutsche Bahn als Eigentümer in der Pflicht. „Das Vorhandensein einer Behindertentoilette sollte an einem solchen bedeutenden Bahnhof eine Selbstverständlichkeit sein.“ Deswegen soll nun die Staatsregierung nochmals auf die Deutsche Bahn einwirken, eine solche möglichst unverzüglich zu errichten.

Verwandte Artikel