Abfall vermeiden und mit gutem Beispiel vorangehen

Im Rahmen der europäischen Woche zur Abfallvermeidung hat MdL Markus Ganserer heute am 19.11.2013 gebrauchte Bürogeräte für sein neu einzurichtendes Regionalbüro eingekauft. Die Europäische Woche zur Abfallvermeidung findet bereits zum 4. Mal statt und wird in Deutschland vom Naturschutzbund (NABU) im Auftrag des Bundesumweltministeriums koordiniert. AfB social & green IT hat eine Zweigstelle in Nürnberg in der Peter-Henlein-Str. 27.

Die AfB wurde 2004 von Privatpersonen mit sozialem Fokus und persönlichem Engagement gegründet. Mittlerweile hat das Integrationsunternehmen mehr als 160 Mitarbeiter an über 10 Standorten in Europa. Die Hälfte der Mitarbeiter sind Menschen mit Behinderung, die durch dieses Konzept einer hochwertigen Beschäftigung nachgehen können. Auf diese Weise werden pro Jahr mehr als 200.000 Gebrauchtgeräte bearbeitet – Tendenz steigend. mehr unter http://www.afb-group.eu/de/unternehmen
Markus Ganserer, MdL: „Ich möchte mit meinem bewussten Einkauf von gebrauchten PC`s für mein Regionalbüro auf die Aktionswoche hinweisen und einen kleinen Beitrag zur Abfallvermeidung leisten.“
DSC_0574-webDer beste Abfall ist der, welcher nicht entsteht
2010 wurden knapp 780.000 Tonnen Elektroaltgeräte gesammelt. Der weit überwiegende Teil kommt aus privaten Haushalten (circa 723.000 Tonnen).
Dies entspricht rund 8,8 Kilogramm pro Einwohner und Jahr 2010. Das entspricht zwar den Vorgaben EU Richtlinie für Elektro- und Elektronik-Altgeräte, wonach mindestens vier Kilogramm pro Einwohner und Jahr gesammelt werden müssen. Die Sammelquote von rund 45 Prozent ist aber viel zu niedrig.
Noch immer werden über 155.000 Tonnen Elektroschrotts jährlich aus Deutschland ins außereuropäische Ausland exportiert und dort unter katastrophalen Umweltbedingungen entsorgt. (auf dem Bild von links nach rechts: Einer der drei Geschäftsführer der afB, Alexander Rau – Markus Ganserer, MdL – Alexander Dzhyoyev, Mitarbeiter der afB)
 
Ziel kann es nicht sein, nur die Recyclingquote zu erhöhen. Wir müssen auch die Gesamtmenge reduzieren.
 
Laut Berechnungen des Umweltbundesamtes entfallen bei 5 Jahren Nutzungsdauer 55 Prozent der eingesetzten Energie auf die Herstellung und 36 Prozent auf die Nutzung.  Den Rest machen Vertrieb und Entsorgung aus.
Nur mit langer Lebens- und Nutzungsdauer lässt sich ein Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz leisten.

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